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Namen – z. B. Simon Estes
By R. R. | Mai 18, 2009
Warum? Namen stehen für Menschen, und Menschen sind das Wichtigste in der Kommunikation überhaupt. Wer möchte auf sie verzichten!
Beispiel: Simon Estes. Es war blanker Zufall, der uns in der NZZ die ausgeschriebene Wohnung finden liess. So kamen wir nach Feldmeilen, just in das Haus, in welchem auch der Bassbariton Simon Estes wohnte. Ein privates Grossvergnügen, mit viel Anregung und Bewunderung.
Da spazierte er also unbekümmert herum, gelegentlich mit dem etwas älteren Bariton Norman Mittelmann, der damals noch bei ihm logierte. Obwohl US-Amerikaner, am 2. Februar 1938 in Iowa geboren, erlebte er die entscheidenden Erfolge zunächst in Europa. Er hat seither wohl in allen grossen Opernhäusern gesungen, in New York wie in Bayreuth, in Mailand wie in Zürich.
Der unkomplizierte Umgang mit diesem berühmten Mann, der den Nachbarn problemlos seinen Mercedes überliess und seine Wohnung in Bayreuth nutzen liess, war erfrischend. Dass er die Waschmaschine laufen liess, war ebenso klar wie alles Grosszügige an ihm. Die Kinder der Nachbarschaft durften, nachdem er in die Attikawohnung gewechselt hatte, bei ihm spielen. Er half beim Umzug natürlich kräftig mit, und bevor er auf Tournee ging, bot er frischen Fisch an, den er vor der Abreise nicht mehr essen konnte. Noch nach Jahren fragten die Kinder, wann es wieder “Simon-Fische” gebe, sie hätten so fein geschmeckt.
Auch die Mutter und Geschwister waren gelegentlich da, dann natürlich seine Frau und nach und nach die Mädchen. Eine glückliche Zeit, ohne Zweifel. Auf der Bühne nahm er ein grosses Publikum für sich ein, ohne seine bescheidene Art zu verlieren. Sein Grossvater sei noch Sklave gewesen, wird immer wieder gesagt. Er, Simon, ein Schwarzer ganz oben, sogar in Wagners Bayreuth ganz oben, mit einem Herz für Kinder und Hilfsbedürftige, wie auch sein Engagement bei Hilfsorganisationen, etwa seiner eigenen Stiftung, deutlich zeigt.
Von der Klassik wechselte dieser talentierte Basstenor, der 1966 den Internationalen Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau gewonnen hatte und zwei Jahre später an der Deutschen Oper in Berlin den Ramphis in Aido so gab, dass der Beifall nicht abbrechen wollte, ohne Probleme in andere Fächer, so zu den Spirituals. Tonträger gibt es genug, um ihn täglich in die Stube zu holen. Neben dem Talent spürt man dabei die freundliche Natürlichkeit dieses grossen Mannes.
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Tipp: Listen Sie Personen auf, zu denen Sie einen Bezug herstellen wollen. Wenn Ihr Job mit Kommunikation zu tun hat, wählen Sie doch ausgesprochen kommunikative Personen. Bitte beachten: Es finden immer Imagetransfers statt, seien Sie sich dieses Transfers bewusst!
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